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Frühjahrsforum „Circular Competitivness“ – Wege zu nachhaltiger Ressourcenunabhängigkeit

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15.5.2026 | Jedes Jahr im Frühling bringen wir bei unserem Frühjahrsforum unsere Mitglieder, Experten und weitere Teilnehmer zusammen. Dieses Jahr luden wir zum Thema „Circular Competitiveness – Wege zu nachhaltiger Ressourcenunabhängigkeit“ ein am 13. Mai beim Fazer Experience Center in Vantaa, Finnland, um über zirkuläre Geschäftsmodelle zu diskutieren.

Opening of our Spring Forum 2026 in Vantaa on the topic of Circular Competitiveness.
(c) AHK Finnland

In den Diskussionen und Vorträgen betonten die Sprecherinnen und Sprecher, dass die Kreislaufwirtschaft nicht mehr nur ein Projekt der nachhaltigen Entwicklung ist, sondern zunehmend eine strategische Frage der Versorgungssicherheit und Resilienz. Die Redner:innen betonten: Kreislaufwirtschaft erfordert einen systemischen Wandel, den einzelne Unternehmen oder einzelne Akteure nicht allein umsetzen können, stattdessen ist Zusammenarbeit in der gesamten Lieferkette erforderlich.

Regulierungen halten nicht immer Schritt

Gleichzeitig zeigten die Diskussionen: Das politische Ziel der Förderung der Kreislaufwirtschaft ist zwar klar, jedoch halten Regulierungen nicht immer mit dem Wandel Schritt. Obwohl viel über die Verwertung von Nebenströmen und Rohstoffen gesprochen wird, werden diese in einigen Rechtsvorschriften weiterhin als Abfall behandelt und schränken beispielsweise den Export von Materialien ein. Andererseits führten unsere Redner:innen verschiedene Beispiele dafür an, wie die Regulierung völlig neue Märkte schaffen und die Einführung von zirkulären Lösungen beschleunigen kann.

Tragfähige Kreislaufmodelle

Die Experten auf unserem Podium zeigten an praktischen Beispielen, dass Kreislaufmodelle bereits heute wirtschaftlich rentabel sind. Laut BMW ist recyceltes Lithium in manchen Fällen kostengünstiger als sogenanntes Neumaterial. Zudem wurde im Fall von Outokumpu die Verwendung von Recyclingstahl eindeutig als positive Geschäftslösung angesehen – gebrauchter Stahl ist günstiger als neuer Stahl, und der Anteil an Recyclingmaterial in den Produkten des Unternehmens beträgt bis zu 97 Prozent.

 

Auch die Bedeutung der Unternehmenskultur wurde auf unserem Frühjahrsforum immer wieder hervorgehoben. Unternehmen, denen es gelingt, eine auf Kreislaufwirtschaft basierende Unternehmenskultur in ihre Organisation zu integrieren, können sich dadurch einen erheblichen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

 

Als abschließendes Fazit stellte sich aus den Diskussionen folgender wiederkehrender Gedanke heraus: Viele Initiativen, die zunächst in erster Linie als Projekte der nachhaltigen Entwicklung starteten, tragen heute zu Rentabilität und Resilienz für die Zukunft bei.

 

Wir danken herzlich allen Teilnehmern, den Referenten und unseren Event-Partnern!

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