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Deutsch-finnische Kooperation zur industriellen Herstellung supraleitender Quantenchips

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9.2.2026 | Die EU hat dem SUPREME-Konsortium, unter der Leitung der staatlichen technischen Forschungsgesellschaft VTT, 25 Mio. Euro bewilligt und damit einen wichtigen Meilenstein für die Industrialisierung supraleitender Quantentechnologien in Europa gesetzt. Zusammen mit nationalen Fördermitteln der Mitgliedstaaten beläuft sich die Gesamtfinanzierung auf 50 Mio. Euro.

A person in a white full-body protective suit is holding a box containing black plates.
(c) VTT

Zu den Hauptzielen der Initiative gehören die Entwicklung stabiler supraleitender Technologie und deren Zugänglichkeit für Industrie und Wissenschaft sowie die Herstellung eines neuartigen Chipmoduls für 200-Qubit-Quantencomputer. Die erste Phase beginnt Anfang 2026 und erstreckt sich über dreieinhalb Jahre. 23 Partner aus acht Mitgliedstaaten sind beteiligt, darunter vier Forschungsinstitute und zwei Unternehmen aus Deutschland.


„Diese Initiative soll das europäische Quanten-Ökosystem stärken. Wir werden sicherstellen, dass die im Rahmen von SUPREME entwickelten Innovationen von Unternehmen in ganz Europa breitflächig eingesetzt werden und letztendlich einen signifikanten Markteinfluss erzielen. Um dies zu unterstützen, werden wir einen ambitionierten Fahrplan umsetzen, der die Industrialisierung supraleitender Quantentechnologien steuern und beschleunigen wird“, so Pekka Pursula, Vizepräsident für Mikroelektronik und Quantentechnologie bei VTT und Koordinator des SUPREME-Konsortiums.

 

Die VTT-Pilotlinie in Espoo entwickelt und validiert Schlüsselprozesse für die Quantentechnologie, wie z. B. eckenverdampfte und geätzte Übergänge, 3D-Integration und Hybridprozesse. Diese können in Quantencomputern, Sensoren und Kommunikationssystemen eingesetzt werden. Das Projekt zielt darauf ab, den Technologie- und Fertigungsreifegrad auf TRL 6 und MRL 6 zu erhöhen.

 

Ein wesentlicher Bestandteil der Aktivitäten ist das Modell der gemeinsamen Produktionsläufe. Dieses reduziert die Kosten, insbesondere für Start-up-Unternehmen, indem es die gemeinsame Nutzung von Wafer-Produktionsläufen ermöglicht. Die neuen Prozessdesignpakete (PDK) bieten Unternehmen einheitliche Designregeln und validierte Prozessspezifikationen.

 

Neben VTT Finnland sind in der ersten Phase des dreieinhalbjährigen Projekts folgende Institutionen beteiligt: ​​TNO (Niederlande); Technische Universität Delft (Niederlande); Bayerische Akademie der Wissenschaften (Deutschland); Fraunhofer-Gesellschaft für Angewandte Forschung e.V. (Deutschland); Max-Planck-Gesellschaft (Deutschland); Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V. (Deutschland); die französische Kommission für alternative Energien und Atomenergie – CEA (Frankreich); Universität Neapel Federico II (Italien); Fondazione Bruno Kessler (Italien); Institut de Física d’Altes Energies – IFAE (Spanien); Silicon Austria Labs (Österreich).

 

Zu den Hauptunternehmen im Projekt zählen der deutsche Halbleiterhersteller Infineon und der finnische Quantencomputerhersteller IQM. Kleinere und mittelständische Unternehmen sind neben Arctic Instruments (Finnland) auch Alice & Bob (Frankreich) und QuantWare BV (Niederlande) beteiligt. Single Quantum BV (Niederlande); QphoX BV (Niederlande); Peak Quantum GmbH (Deutschland); Silent Waves (Frankreich); Amires, The Business Innovation Management Institute (Tschechische Republik); Qilimanjaro Quantum Tech S.L. (Spanien).

 

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