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Moderne finnische Feuerlöschboote sichern Gefahrenabwehr in Deutschland

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25.6.2026 | Die deutschen Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie die Stadt Frankfurt am Main treiben mit finnischer Hilfe die Modernisierung der Gefahrenabwehr auf den Bundeswasserstraßen Rhein und Main voran.

Bild Marine Alutech Boot
(c) Marine Alutech

Im Rahmen eines länderübergreifenden Vergabeverfahrens wurden insgesamt elf hochmoderne Feuerlöschhilfeleistungsboote der neuesten Generation in Auftrag gegeben. Hersteller ist die finnische Werft Marine Alutech Oy Ab. Das Gesamtvolumen beträgt mehr als 100 Mio. Euro.

 

„Rhein und Main sind Lebensadern unserer Bundesländer. Sie sind aber auch Verkehrsadern und im Ernstfall zählt jede Minute. Da braucht es Leute, die wissen, was sie tun, und moderne Technik, die funktioniert. Die neuen Boote bringen Tempo, Kraft und Verlässlichkeit aufs Wasser. Gemeinsam sind wir damit schlagkräftiger unterwegs“, so Herbert Reul, Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Das erste sogenannte Pilotboot soll Anfang 2028 ausgeliefert und anschließend über einen längeren Zeitraum im realen Einsatzbetrieb erprobt werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Serienfertigung der weiteren Boote ein. Die Auslieferung der zehn weiteren Boote ist ab Ende 2029 vorgesehen und soll bis Mitte 2032 abgeschlossen sein.

 

Laut Pressemitteilung werden die neuen Feuerlöschhilfeleistungsboote speziell auf die Anforderungen der deutschen Binnenwasserstraßen zugeschnitten. Sie vereinen modernste Technologien für Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung und Gefahrenabwehr und ermöglichen ein effektives Vorgehen auch bei komplexen Schadenslagen, etwa bei Schiffsbränden, Gefahrgutunfällen oder Großschadensereignissen entlang dicht besiedelter und industriell geprägter Uferbereiche.

 

Damit reagieren die Projektpartner auf wachsende Herausforderungen. Der Güterverkehr auf Rhein und Main nimmt kontinuierlich zu, gleichzeitig steigen die Anforderungen an den Schutz Kritischer Infrastrukturen. Hinzu kommen klimabedingte Extremereignisse, die neue Einsatzlagen mit sich bringen.

 

Die Kooperation zwischen den beteiligten Ländern und der Stadt Frankfurt am Main ist in dieser Form bundesweit einmalig und setzt Maßstäbe für künftige gemeinsame Beschaffungsvorhaben in der Gefahrenabwehr.

 

Das finnische Unternehmen Marine Alutech ist auf dem deutschen Markt bereits bekannt. Ende 2025 gab das Unternehmen aus dem südfinnischen Teijo eine Kooperationsvereinbarung mit der Schiffswerft Gebrüder Friedrich Kiel und eine vertiefte strategische Zusammenarbeit bekannt.

 

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