Ziel der Untersuchung war es, Potenziale automatisierter Fahrzeugbewegungen für eine effizientere und zukunftsfähige Hafenlogistik zu ergründen. Das Testfeld befand sich auf einer Logistikfläche in unmittelbarer Nähe des Emder Hafens.
Technologisch verbindet AutoLog mehrere Bausteine zu einem integrierten System für die automatisierte Fahrzeuglogistik. Die Technologie des finnischen Unternehmens Unikie mit Namen Unikie Marshalling Solution (UMS) übernimmt die übergreifende Steuerung und Koordination der Fahrzeuge. Dafür müssen Fahrzeugtechnik, Umgebungserfassung, Kommunikationsinfrastruktur und Logistiksoftware zuverlässig zusammenarbeiten.
„AutoLog zeigt, welches Potenzial automatisiertes Fahren für unsere Logistik hat. Entscheidend ist für uns, neue Technologien nicht nur unter Laborbedingungen zu entwickeln, sondern ihre Praxistauglichkeit dort zu erproben, wo unsere Logistik täglich stattfindet. Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir in Emden wichtige Erkenntnisse darüber gewonnen, wie sich Fahrzeugbewegungen künftig intelligenter automatisieren und Logistikprozesse weiterentwickeln lassen. Diese Erfahrungen wollen wir für die weitere Entwicklung der Technologie nutzen“, so Christian Vollmer, Mitglied des Volkswagen Markenvorstands für Produktion und Logistik und zugleich Mitglied der erweiterten Konzernleitung.
„In Emden haben wir gezeigt, dass sich automatisierte Fahrzeugbewegungen auch in einem anspruchsvollen Logistikumfeld mit Mischverkehr erproben lassen. Das Zusammenspiel unserer Marshalling-Lösung mit der bestehenden Infrastruktur und den manuell gesteuerten Fahrzeugen ist ein wichtiger Schritt. Die gewonnenen Erfahrungen helfen uns, die Technologie weiterzuentwickeln und ihre Marktreife für den Einsatz in weiteren Logistikumgebungen zu bewerten“, so Vesa Kiviranta, CBO Automotive & Marshalling Solutions bei Unikie.
Das Innovationsprojekt wurden nun beendet. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen eine Grundlage für die Weiterentwicklung automatisierter Logistiklösungen bilden.
Im Gespräch mit einem deutschen TV- Sender stellte Peter Hörndlein, Leiter Konzernlogistik bei Volkswagen, in Aussicht, die Technologie ab 2029 im Serienbetrieb in VW-Werken auszurollen.
Das Innovationsprojekt „AutoLog“ wurde vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert.