Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in den Bereichen Außen- und Sicherheitspolitik sowie Schlüsseltechnologien zu vertiefen. Es gehe etwa um den Schutz vor hybriden Bedrohungen und die Cybersicherheit, aber auch den Ausbau der europäischen Handlungsfähigkeit und die wirtschaftliche Zukunft, so Bundesaußenminister Johann Wadephul bei einem Treffen mit seiner Kollegin Elina Valtonen in der finnischen Hauptstadt Helsinki.
Deutschland zeigt großes Interesse an Finnlands Expertise im Katastrophenschutz und anderen Aspekten der Gewährleistung der allgemeinen Sicherheit. Während des Besuchs informierten sich beide Minister u. a. über die Katastrophenschutzeinrichtung Merihaka in Helsinki und die Sicherung der finnischen Ostgrenze. Finnland gilt als europäischer Vorreiter bei der Ausstattung mit Zivilschutzanlagen. Die Hauptstadt Helsinki hat rund 700.000 Einwohner, ist jedoch mit Schutzräumen für rund 900.000 Menschen ausgestattet, um auch Pendlern und Touristen im Notfall Schutz bieten zu können.
Das steigende deutsche Interesse registrieren auch wir als AHK Finnland in unserer Arbeit. Bereits seit 2025 stieg die Bedeutung sicherheitsrelevanter Themen stark an. Finnlands umfassendes Gesamtsicherheitskonzept, das Gesellschaft und Wirtschaft auf vielfältige Weisen einbezieht, stößt auf wachsendes Interesse in Deutschland. Im Jahr 2025 organisierte die AHK Finnland mehrere politische und Wirtschaftsdelegationsreisen für verschiedene Bundesländer. Sie besuchten u.a. das „Europäische Kompetenzzentrum für die Bekämpfung hybrider Bedrohungen“ (kurz Hybrid CoE) in Helsinki, finnische Zivilschutzanlagen sowie zahlreiche Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die in den Bereichen Dual Use und Cyberresilienz arbeiten.
Aufgrund des großen Interesses startete die AHK im Herbst die Vorbereitungen zum German-Finish Defence Dialogue, ein wiederkehrendes Format, dessen erstes Dialog-Event im Frühjahr 2026 in Finnland über 200 deutsche und finnische Experten zusammenbrachte.