Wie mehrere deutsche und finnische Medien berichten, darf die Bundeswehr nun eine Rahmenvereinbarung mit dem finnischen Hersteller Marine Alutech Oy Ab schließen. Demnach sollen insgesamt 15 Kampfboote im Gesamtwert von rund 175 Mio. Euro beschafft werden. Ein Teil der Fertigung der Mehrzweckkampfboote sowie der Serviceleistungen soll laut dem deutschen Fachportal für Verteidigungs- und Rüstungsthemen „hartpunkt“ durch die Kieler Schiffswerft Gebrüder Friedrich GmbH & Co. KG erbracht werden. Dadurch würde nicht nur der finnische Hersteller an dem Auftrag beteiligt.
Deutschland hatte bei der Auswahl offenbar zwischen dem finnischen Jehu und dem schwedischen CB90 entschieden, berichtet Focus mit Berufung auf die finnische Tageszeitung Helsingin Sanomat. Die finnischen Streitkräfte nutzen selber zwölf Boote der Jehu-Klasse. Mit dem Kauf will die Bundeswehr einen Teil ihres Bedarfs an Mehrzweckkampfbooten decken. Gleichzeitig soll die taktische Beweglichkeit des Seebataillons bei unterschiedlichen Einsätzen verbessert werden.